Berstsicherungen. Statische Mischer. Wärmeaustauscher. Tropfenabscheider.

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Berstscheibeneinrichtungen
mit integrierten Alarmgebern / Sonderlösungen

Berstscheibeneinrichtungen mit integrierten Alarmgebern können sehr unterschiedlich ausgeführt sein. Entweder wird ein induktiver Näherungsschalter eingesetzt, der in Kombination mit einer Metallfahne auf der Berstmembran arbeitet, oder die zu zerstörende Leiterbahn wird direkt in die Berstscheibe integriert, so dass die Anzahl der Bauteile weiter sinkt. Sonderlösungen wie Extruderberstscheiben mit integrierter Bruchüberwachung runden das Angebot von STRIKO ab.


Alarmierung über induktiven Näherungsschalter

Mit Hilfe induktiver Näherungsschalter kann das Ansprechen von Berstscheiben dauerhaft kostengünstig überwacht werden. Dazu wird im Berstscheibenhalter ein induktiver Näherungsschalter verbaut, der über eine an der Berstmembran der Berstscheibe angebrachte Metallfahne geöffnet wird. Beim bestimmungsgemäßen Ansprechen der Berstscheibe schlägt die Berstmembran gemeinsam mit der Signalfahne um, so dass der gewünschte Entlastungsquerschnitt der Berstscheibe freigegeben wird. Gleichzeitig wird das Öffnen der Berstscheibe detektiert, so dass die daraus notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet werden können.

Durch den Austausch der Berstscheibe wird der Originalzustand wiederhergestellt – die auf der fabrikneuen Berstscheibe verbaute Signalfahne steht wieder vor dem Näherungsschalter und hält diesen bis zum nächsten Ansprechen der Berstscheibeneinrichtung geschlossen. Bei dieser Lösung wird nur einmalig in den Berstscheibenhalter zur Aufnahme des induktiven Näherungsschalters sowie in den Näherungsschalter selbst investiert, danach fallen nur die üblichen Kosten für den Ersatz der geöffneten Berstscheibe an. Damit sinken dauerhaft die Kosten für Ersatzteile und Montageaufwand. Bei der konventionellen Lösung mit Berstscheibe und nachgeschalteten, separaten Alarmgeber der Serie SVT-02 hingegen müsste neben der Berstscheibe selbst zusätzlich auch der Alarmgeber ersetzt werden.

Details der Ausführung mit induktivem Näherungsschalter
Vorteile in der Anwendung
  • schnelles Erkennen einer Störung
  • einfache Montage
  • wartungsfrei
  • dauerhaft kostengünstige Lösung
  • einsetzbar in den Standard-Berstscheibenhaltern SHF und SHU
  • in Nennweiten DN 25 bis DN 400 lieferbar
  • in jeder Anlage kombinierbar mit STRIKO-Metallberstsicherungen
  • Dauertemperaturbereich von -25 °C bis +100 °C
Technische Eigenschaften / Spezifikationen
  • Schaltelementfunktion NAMUR Öffner
  • Nennspannung Uo 8,2 V
  • verpol- und kurzschlussgeschützt
  • Schaltzustandsanzeige Rundum-LED, gelb
  • Umgebungstemperatur: -25 °C bis +100 °C
  • Anschlusskabel: 2 m PVC-ummantelt
  • Gehäusematerial Edelstahl 1.4305 / AISI 303 (V2A)
  • Schutzart IP67
  • NAMUR EN 60947-5-6:2000 / IEC 60947-5-6:1999
  • elektromagnetische Verträglichkeit gem. NE 21:2007
  • Normen: EN 60947-5-2:2007 / IEC 60947-5-2:2007
  • ATEX-Zulassung 1G; 2G; 3D; 3G

Sonderlösungen – Extruderberstscheiben

Auch Extruderberstscheiben können mit einer integrierten Bruchüberwachung ausgerüstet werden. Dazu ist die Austrittsseite des Berstscheibenkörpers mit einem Scherstopfen versehen. Durch eine passgenaue Bohrung wird das ruhestromführende Kabel gelegt, das beim Öffnen der Berstscheibe und dem damit verbundenen Materialaustritt durch Scherung zertrennt wird. So wird der Ruhestromkreis unterbrochen und das gewünschte Signal ausgelöst.


Sonderlösungen – in Berstscheiben integrierte Alarmgeber

Bei dieser Variante der Bruchüberwachung ist die ruhestromführende Leiterbahn direkt in der Berstscheibeneinheit integriert. Diese Ausführung ist für alle Metallberstscheiben realisierbar. Da die Herstellung jedoch sehr aufwendig ist, kommt sie nur in Sonderanwendungen zum Einsatz. Sprechen Sie unsere Spezialisten einfach darauf an – wir beraten Sie gerne.


Hinweis zu ATEX

Sämtliche Alarmgeber / Leckagemelder von STRIKO sind im Sinne der Zündschutzart Eigensicherheit „i“ sogenannte „einfache elektrische Betriebsmittel“, wenn sie an einen eigensicheren Stromkreis angeschlossen werden. Die Anforderungen an “einfache elektrische Betriebsmittel” sind im Abs. 5.7 der Normen EN 60079-11:2012 bzw. IEC 60079-11 Ed. 6:2011-06 “Explosive atmospheres – Part 11: Equipment protection by intrinsic safety “i” behandelt.

Einfache elektrische Betriebsmittel, die gemäß den Anforderungen nach Abs. 5.7 der Normen EN 60079-11:2012 bzw. IEC 60079-11:2011 und nach Abs. 16.4 der Normen EN 60079-14: 2014 bzw. IEC 60079-14 Ed. 5: 2013-11 “Explosive atmospheres – Part 14: Electrical installations design, selection and erection” ausgeführt sind, müssen nicht zertifiziert sein (siehe Abs. 4.4.2 von EN 60079-14: 2014 bzw. IEC 60079-14 Ed. 5: 2013-11).

Derartige Teile fallen auch nicht unter den Geltungsbereich der Richtlinie 94/9/EG, da sie keine eigene potenzielle Zündquelle aufweisen. Die Kennzeichnung von einfachen Betriebsmitteln kann durch eine beliebige Person/Institution einschließlich des Herstellers oder des Errichters vorgenommen werden und durch eine frei wählbare Bezeichnungsmarkierung oder Kodierung, die für die Anlage bevorzugt wird, erfolgen.