Berstsicherungen. Statische Mischer. Wärmeaustauscher. Tropfenabscheider.

Designcode – Der Designcode bezeichnet den Auslegungsstandard von Druckgeräten. Die Druckgeräte von STRIKO Verfahrenstechnik werden nach geltenden Richtlinien und Vorschriften ausgelegt und gefertigt. Das sind im europäischen Raum die Druckgeräterichtlinie DGRL 2014/68/EU mit den Regelwerken AD 2000 und DIN EN 13445 und im amerikanischen und asiatischen Raum der ASME Boiler and Pressure Vessel Code. Das Regelwerk AD 2000 ist das zurzeit noch am häufigsten angefragte Regelwerk. Mit der Einführung der harmonisierten Norm DIN EN 13445 wird diese immer öfter anzutreffen sein, da sie der Nachfolger der AD 2000 sein soll. Der ASME Code kann in zwei Kategorien unterteilt werden: ASME VIII Division 1 für Druckbehälter und ASME B31.3 für Rohrleitungen.

Dokumentation, technische – Eine technische Dokumentation beinhaltet, logisch gegliedert und übersichtlich strukturiert, alle Dokumente, die ein technisches Erzeugnis beschreiben. Sie wird auch als Produktdokumentation oder Technikdokumentation bezeichnet. Alle relevanten Informationen werden hier systematisch aufbereitet und dem dokumentierten Erzeugnis meist über Namens- und Nummernsysteme eindeutig zugeordnet. Ziele einer technischen Dokumentation sind unter anderem die Information und Instruktion einer definierten Zielgruppe, aber auch die haftungsrechtliche Absicherung des Herstellers. Meist finden alle Aspekte des Produkts von der Entwicklung bis zur Entsorgung Beachtung. Technische Dokumentationen bedienen sich einer produktspezifischen Nomenklatur und eines häufig hoch spezialisierten Sprachschatzes. Zu den STRIKO Druckgeräten wird grundsätzlich eine technische Dokumentation bestehend aus Konformitätserklärung, technischer Zeichnung, Materialzertifikaten und Betriebsanleitung sowie ggfs. auch Prüf- und Testzertifikaten erstellt.

Drahtdurchmesser – Der Drahtdurchmesser nimmt neben der Packungsdichte entscheidenden Einfluss auf die Abscheideleistung eines Tropfenabscheiders. STRIKO Verfahrenstechnik verwendet bei Edelstählen in der Regel Drahtdurchmesser von 0,14 und 0,28 mm.

Drahtgestrick – bezeichnet ein Gestrick aus schlingenförmig ineinandergreifenden Drahtmaschen, das in der Regel zunächst im Rundstrickverfahren als Schlauch hergestellt und in der Folge als flachgelegte Bahn weiterverwendet wird. Durch anschließendes Falten und Legen entstehen Packungen, die anschließend verdichtet und zu Drahtgestrick-Elementen weiterverarbeitet werden. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von technischen Dämpfungselementen, Filtereinsätzen, Katalysatoren über medizinische Anwendungen in der Herzchirurgie (Stent) bis hin zum Kunstelement. In STRIKO Tropfenabscheidern werden Drahtgestricke unter anderem zur Wasserabscheidung aus Dämpfen, zur Abscheidung von Lösemitteln aus der Abluft in der Farbherstellung, in Klima- und Abluftanlagen, Verdampfer- und Entspannungsanlagen, Vakuum- und Druckluftanlagen, Absorber- und Destillationsanlagen, in Dampfkesseln, Gaswäschern sowie Öl- und Emulsionsnebelabscheidern verwendet. Drahtgestricke können, je nach Prozessanforderung, in vielen verschiedenen Materialien, Formen und Größen angefertigt werden. Verfügbar ist eine große Auswahl an Werkstoffen, so beispielsweise verschiedene Edelstähle, Sonderwerkstoffe als auch diverse Kunststoffe. Ebenso wie die Materialien können auch die Packungsdichten und der Drahtdurchmesser sehr unterschiedlich sein. In Zusammenhang mit den STRIKO-Tropfenabscheidern werden sie in Abhängigkeit von den sie durchströmenden Stoffen festgelegt. Die Abscheideleistung wird erhöht, indem mehrere Lagen Drahtgestrick übereinander gelegt werden. Gestricke mit hoher Packungsdichte und geringem Drahtdurchmesser weisen eine hohe Abscheideleistung auf, besitzen jedoch einen geringen Flutpunkt. STRIKO Drahtgestrick-Tropfenabscheider sind beständig gegen hochkorrosive Medien und weisen bei geringem Druckverlust gute Abscheidegrade von bis zu 99,9 % auf, wobei der Abscheidegrad von der Anwendung, vom Werkstoff, der Geschwindigkeit, der Packungsdichte und dem Drahtdurchmesser abhängig ist.

Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU – Die Druckgeräterichtlinie (DGRL) ist eine durch das Europäische Parlament und des Rates im Mai 1997 nach Artikel 95 des EG-Vertrages für den freien Warenverkehr festgelegte Harmonisierungsrichtlinie zur Angleichung der Rechtsvorschriften der EU-Mitgliedsstaaten über Druckgeräte. Sie regelt die Anforderungen an Druckgeräte für das Inverkehrbringen von Druckgeräten innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und muss von den einzelnen Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Die Druckgeräterichtlinie ist seit dem Jahre 2002 in der gesamten Europäischen Union verbindlich. Gemäß der Richtlinie werden Druckgeräte neben Druck und Volumen (bei Rohrleitungen die Nennweite DN) unter anderem auch nach der Fluidgruppe und des Aggregatzustandes eingruppiert. Am 27. Juni 2014 wurde im EU-Amtsblatt L 189 eine neue Druckgeräterichtlinie (DGRL) veröffentlicht. Die Richtlinie 2014/68/EU folgt auf die alte DGRL 97/23/EG. Die Grundlagen der DGRL bleiben in weiten Teilen erhalten. Beim Geltungsbereich und bei den Konformitätsbewertungsdiagrammen gibt es nur kleine Änderungen. Bestehende Bescheinigungen behalten ihre Gültigkeit. Im Hinblick auf die Neuerungen sind zwei Daten entscheidend: Teile der neuen DGRL 2014/68/EU greifen bereits seit 01. Juni 2015. Andere Punkte sind seit 19. Juli 2016 verbindlich. Seit diesem Stichtag ist das Anwenden der alten Richtlinie nicht mehr zulässig. Neuerungen seit dem 01. Juni 2015: a) Die DGRL betrifft nun neben Herstellern, Importeuren und Händlern auch “Bevollmächtigte für Hersteller aus Drittländern”. b) Die Gefährlichkeitseinstufung der Betriebsmedien erfolgt nach der neuen DGRL und damit nach GHS/CLP-Verordnung 1272/2008 und nicht mehr nach Richtlinie 67/548/EWG. c) Auch die Konformitätserklärung muss nach GHS/CLP-Verordnung 1272/2008 durchgeführt werden. Maßgeblich ist Artikel 13 (Einstufung von Druckgeräten). Neuerungen seit dem 19. Juli 2016: a) Die neue Richtlinie ist dem Gesetzgebungsrahmen (New Legislative Framework – NLF) angepasst. Vor diesem Hintergrund müssen Hersteller von Druckgeräten ihre CE-Kennzeichnungsverfahren und die Dokumentation erneut nach 2015 überprüfen und an die neue Struktur der Richtlinie anpassen. b) Jeder, der Druckgeräte in Europa in Verkehr bringt, muss der Marktüberwachungsbehörde über einen Zeitraum von zehn Jahren belegen können, von wem er welches Druckgerät bezogen oder an wen er es abgegeben hat. c) Hersteller müssen eine Risikoanalyse statt einer Gefahrenanalyse durchführen. d) Neue Definition von einigen Begriffen, Modulbezeichnungen und Inhalten. Die detaillierten Neuerungen der DGRL 2014/68/EU für Hersteller, Händler, Bevollmächtigte und Importeure sowie zu neuen Akteuren und zur Dokumentationspflicht finden sich unter netinform.de im Wegweiser zur neuen DGRL 2014/68/EU.

Druckverlust – Der Druckverlust ist die durch Wandreibung und innere Reibung in statischen Mischern, Rohrleitungen, Formstücken, Armaturen usw. entstehende Druckdifferenz zwischen zwei definierten Punkten. Bei statischen Mischern sind diese Punkte Mischer-Ein- und Ausgang. In der Technik wird für lokal in eine Rohrleitung eingebaute Elemente (Mischelemente, Ventile, Blenden usw.) eine Widerstandszahl ζ angesetzt, welche Tabellenwerken entnommen werden kann. Der durch Wandreibung erzeugte Druckverlust wird durch die Rohrreibungszahl λ ermittelt. Die Rohrreibungszahl ist abhängig von der Reynoldszahl im Falle einer laminaren Strömung. Ist die Strömung turbulent, geht insbesondere die Rauhigkeit der Oberfläche mit ein.

Die Theorie

Die Gleichung für Druckverluste in durchströmten Rohrleitungen unter der Voraussetzung einer konstanten Dichte lautet:

Druckverlust Formel

Es handelt sich hier um die Bernoullische Energiegleichung, wobei der Term für die statische Höhe nicht berücksichtigt wird, da dieser keinen Druckverlust darstellt.

Berechnungsgrundlagen
ρ – Dichte in kg/m³
u – mittlere Strömungsgeschwindigkeit in m/s
λ – Rohrreibungszahl
l – Länge der Rohrleitung in m
d – Durchmesser der Rohrleitung in m
ζ – Widerstandszahl